Bericht aus dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus, Stadtmarketing und Digitalisierung
Der Wesertreff in Barkhausen gehört zu den touristisch interessantesten Standorten in Porta Westfalica. Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus, Stadtmarketing und Digitalisierung wurde nun darüber beraten, wie sich der Bereich künftig weiterentwickeln könnte.
Dabei wurde deutlich, dass die aktuellen Überlegungen weit über einzelne Maßnahmen hinausgehen. Nach Angaben der Verwaltung wurden ursprünglich getrennt entwickelte Projekte zu einem gemeinsamen Förderansatz zusammengeführt. Die zugrunde liegende Projektskizze wurde durch das Touristikzentrum Westliches Weserbergland (TWW) erarbeitet.
Ziel ist es, die verschiedenen Potenziale rund um den Wesertreff künftig stärker miteinander zu verknüpfen. In der Sitzung wurde von einem künftig „abgerundeten Wesertreff“ gesprochen. Statt einzelner, voneinander unabhängiger Maßnahmen soll ein Gesamtkonzept entstehen, das den Standort langfristig stärkt und attraktiver macht.
Tourismus im Weserbergland wächst
Die Überlegungen kommen nicht zufällig zum jetzigen Zeitpunkt. In der gesamten Region gewinnt der Camping- und Wohnmobiltourismus seit Jahren an Bedeutung. Aktuelle Berichte aus Rinteln und Bückeburg zeigen, dass dort die Übernachtungszahlen auf Camping- und Wohnmobilstellplätzen deutlich steigen.
Viele Gäste suchen heute bewusst nach naturnahen Angeboten, kurzen Anreisewegen und attraktiven Standorten entlang von Radwegen und Flüssen. Davon profitieren nicht nur die Betreiber von Stellplätzen, sondern auch Gastronomie, Einzelhandel und Freizeitangebote vor Ort.
Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein genauer Blick auf die Möglichkeiten am Wesertreff. Die besondere Kombination aus Weser, Weserradweg, Kaiser-Wilhelm-Denkmal, Fahrgastschifffahrt und Gastronomie bietet Chancen, die in dieser Form nur wenige Standorte im Weserbergland vorweisen können.
Schiffsanleger als wichtiger Baustein
Ein zentraler Bestandteil der Überlegungen ist die geplante Reaktivierung des Schiffsanlegers am Wesertreff. Nach Angaben der Verwaltung soll damit ein wichtiger Baustein des touristischen Angebots wieder nutzbar gemacht werden.
Der Anleger wurde in der Vergangenheit regelmäßig von der Fahrgastschifffahrt genutzt und brachte zahlreiche Besucher nach Barkhausen. Mit seiner Wiederinbetriebnahme soll der Standort künftig wieder stärker in den Wassertourismus entlang der Weser eingebunden werden.
Im Ausschuss wurde zugleich darauf hingewiesen, dass die Entwicklung der Fahrgastzahlen weiterhin beobachtet werden müsse. Die Wiederinbetriebnahme des Anlegers wird als wichtiger Baustein für die touristische Entwicklung gesehen. Wie sich die Nutzung künftig tatsächlich entwickelt, soll jedoch fortlaufend ausgewertet werden.
Wohnmobilstellplatz als Teil des Gesamtkonzepts
Neben dem Schiffsanleger wurde auch die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für einen Wohnmobilstellplatz beraten.
Aus Sicht der Verwaltung stellt der Wohnmobilstellplatz einen weiteren Baustein für den angestrebten „abgerundeten Wesertreff“ dar. Die Machbarkeitsstudie soll nun klären, ob und unter welchen Rahmenbedingungen eine Umsetzung möglich wäre.
Verschiedene Angebote sollen zusammenwirken
Für Bürgerinnen und Bürger dürfte vor allem interessant sein, dass die einzelnen Projekte künftig nicht mehr isoliert betrachtet werden. Stattdessen soll ein Gesamtkonzept entstehen, das die verschiedenen Angebote rund um den Wesertreff miteinander verbindet.
Ziel ist es, die vorhandenen Angebote so weiterzuentwickeln, dass Gäste länger vor Ort bleiben und zusätzliche Impulse für Gastronomie, Einzelhandel und touristische Anbieter entstehen.
Die Maßnahmen sollen deshalb gemeinsam im Rahmen eines LEADER-Antrags eingebracht werden.
Abstimmungen im Ausschuss
Beide Vorhaben fanden im Ausschuss eine breite Mehrheit. Die Maßnahmen rund um den Schiffsanleger wurden einstimmig beschlossen. Die Machbarkeitsstudie für einen Wohnmobilstellplatz erhielt ebenfalls eine deutliche Mehrheit; die einzige Gegenstimme kam von der FDP.
Unser Fazit
Für Porta Westfalica bietet der Wesertreff die Chance, Tourismus, Naherholung und regionale Wertschöpfung stärker miteinander zu verbinden. Deshalb begrüßen wir, dass die Entwicklung des Standortes erstmals als Gesamtkonzept betrachtet wird.
Ob und in welcher Form die einzelnen Maßnahmen später umgesetzt werden können, müssen die weiteren Untersuchungen zeigen. Die Richtung erscheint jedoch vielversprechend.