Stadtbäume in trockenen Sommern – Wie nutzt Porta Westfalica Regenwasser?

Wie sichern wir unsere Stadtbäume in trockenen Sommern?

Hitze und längere Trockenperioden stellen auch Porta Westfalica zunehmend vor Probleme.
In diesem Sommer hatte die Stadt Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, besonders von Trockenheit betroffene Stadtbäume bei der Bewässerung zu unterstützen.

Für uns stellt sich deshalb die grundsätzliche Frage:

Wie kann die Bewässerung des kommunalen Stadtgrüns langfristig sichergestellt werden – und welche Rolle kann dabei die Nutzung von Niederschlagswasser spielen?

Dabei geht es nicht nur darum, in Trockenperioden mehr zu gießen. Regenwasser kann dort, wo es anfällt, zurückgehalten, versickert oder gespeichert und damit auch später für Bäume und Grünflächen nutzbar gemacht werden. Gleichzeitig können solche Maßnahmen zur Starkregenvorsorge und zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen.

Wie eine solche Strategie aussehen kann, zeigt beispielsweise Hamburg. Dort wurde mit der Untersuchung „Bewässerung von Stadtgrün im Klimawandel – Grundlagen und
Strategien für Hamburg“
systematisch untersucht, wie der steigende Wasserbedarf des Stadtgrüns künftig gedeckt und alternative Wasserressourcen genutzt werden können.


Zur Hamburger Untersuchung „Bewässerung von Stadtgrün im Klimawandel“

Neu ist das Thema für Porta Westfalica nicht. Bereits am 19. März 2024 wurde der damalige Ausschuss für Digitalisierung und Klimaschutz über das sogenannte Schwammstadt-Konzept informiert. Daneben unterstützt die Stadt inzwischen auch private Eigentümer beim Bau von Regenwassernutzungsanlagen.

Unsere Anfrage an die Verwaltung

Vor diesem Hintergrund hat die Wählergemeinschaft Porta folgende Fragen an die Verwaltung gestellt:

  1. Welche konkreten Maßnahmen sind aus der Befassung mit dem Schwammstadt-Konzept im Jahr 2024 bislang hervorgegangen?
  2. Wie wird die Bewässerung des kommunalen Baumbestandes derzeit sichergestellt und wo stößt die Stadt bei längeren Trockenperioden an personelle, technische oder sonstige Grenzen?
  3. Wird Niederschlagswasser bereits gezielt für die Bewässerung kommunaler Bäume und Grünflächen genutzt? Falls ja, wo und in welchem Umfang?
  4. Wird bei anstehenden Straßen- und Platzbaumaßnahmen sowie bei kommunalen Gebäuden grundsätzlich geprüft, Niederschlagswasser vor Ort zurückzuhalten, zu versickern oder zu speichern und für das Stadtgrün nutzbar zu machen?
  5. Welche konkreten weiteren Maßnahmen plant die Verwaltung in diesem Bereich?

Warum wir nachfragen

Bereits in früheren Trockenperioden musste die Stadt erhebliche Anstrengungen unternehmen, um Bäume mit Wasser zu versorgen. Schon 2019 berichtete die Stadt über zusätzliche Bewässerungsmaßnahmen und den Einsatz von Wassersäcken an städtischen Bäumen.

Gleichzeitig fördert Porta Westfalica inzwischen private Regenwassernutzungsanlagen. Ziel dieses Programms ist ausdrücklich, Trinkwasser zu sparen und Regenwasser für die Gartenbewässerung zu nutzen.

Aus unserer Sicht liegt deshalb die Frage nahe, wie solche Prinzipien künftig auch stärker für kommunale Flächen und den städtischen Baumbestand eingesetzt werden können.

Wir wollen wissen, was aus den bisherigen Überlegungen geworden ist und welche konkreten Schritte die Stadt für die kommenden Jahre plant.

Weiterführende Informationen

 

 


Beitragsbild: Triplec85 / Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0

 

Eine Antwort hinterlassen...

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Neueste Beiträge