Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus, Stadtmarketing und Digitalisierung wurde über das weitere Vorgehen zur geplanten Wiederaufnahme der Weserfähre zwischen Porta Westfalica und Bad Oeynhausen beraten. Vorgesehen ist die Gründung eines Fährvereins, der den späteren Betrieb übernehmen soll. Für die Anschaffung einer neuen Fähre, die Ausbildung von Fährleuten sowie weitere notwendige Maßnahmen werden Gesamtkosten von rund 383.000 Euro veranschlagt. Bis zu 250.000 Euro könnten über das LEADER-Programm gefördert werden.
Die WP hat der Vorlage zugestimmt, weil sie die Wiederaufnahme der Fährverbindung grundsätzlich als Chance für den Freizeit- und Radtourismus sowie für die Zusammenarbeit mit Bad Oeynhausen sieht.
Gleichzeitig bleiben aus unserer Sicht noch wichtige Fragen offen. Besonders kritisch sehen wir, dass die Vorlage zwar Investitionskosten und Fördermöglichkeiten benennt, die Höhe möglicher Folgekosten im laufenden Betrieb jedoch noch nicht beziffert werden kann. Gleichzeitig ist vorgesehen, dass die beteiligten Kommunen eine Verlustabdeckung für den Verein sicherstellen sollen. Welcher finanzielle Aufwand daraus langfristig entstehen könnte, ist derzeit noch nicht absehbar.
Mit dem Beschluss wurde noch keine endgültige Entscheidung über Anschaffung und Betrieb der Fähre getroffen. Vielmehr sollen zunächst die Voraussetzungen geschaffen, Fördermöglichkeiten geprüft und die Vereinsgründung begleitet werden.
Die Wählergemeinschaft Porta wird den weiteren Prozess konstruktiv begleiten, erwartet aber vor einer endgültigen Umsetzung belastbare Aussagen zu Finanzierung, Betriebskonzept und Risiken.