Kommunale Wärmeplanung – Keine flächendeckende Fernwärme in Porta Westfalica

Im Ausschuss für Planung, Umwelt- und Klimaschutz wurde der aktuelle Stand der kommunalen Wärmeplanung vorgestellt. Präsentiert wurden die Ergebnisse von den Stadtwerken Porta Westfalica sowie dem beauftragten Beratungsunternehmen BBH Consulting.

Die Wärmeplanung soll aufzeigen, wie die Wärmeversorgung in Porta Westfalica langfristig klimafreundlich und wirtschaftlich gestaltet werden kann. Dazu wurden zunächst der aktuelle Wärmebedarf und die vorhandenen Potenziale untersucht. Anschließend wurden verschiedene Versorgungsvarianten verglichen und hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit bewertet.

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass für Porta Westfalica überwiegend dezentrale Lösungen erforderlich sein werden. Eine flächendeckende Fernwärmeversorgung ist nach den bisherigen Erkenntnissen nicht realistisch. Auch ein Anschluss an ein Wasserstoffnetz wird derzeit nicht erwartet.

Untersucht wurden unter anderem Potenziale aus Geothermie, Solarthermie, industrieller Abwärme sowie Fluss- und Abwasserwärme. Während insbesondere bei Solarthermie und Flussthermie rechnerisch erhebliche Potenziale vorhanden sind, bestehen bei einer praktischen Umsetzung teilweise erhebliche Hürden. So wurde beispielsweise erläutert, dass die Nutzung von Fluss- und Abwasserwärme aufgrund großer Entfernungen sowie notwendiger Bahn- und Straßenquerungen derzeit als kaum realisierbar angesehen wird.

Der finale Wärmeplan soll Ende Juli 2026 veröffentlicht werden. Anschließend haben Bürgerinnen und Bürger 30 Tage Zeit, Anregungen und Stellungnahmen einzureichen. Erst danach soll die kommunale Wärmeplanung endgültig beschlossen werden.

Für viele Hauseigentümer dürfte insbesondere die Erkenntnis von Bedeutung sein, dass künftig voraussichtlich keine einheitliche Lösung für alle Ortsteile zur Verfügung stehen wird. Die Wärmeversorgung wird vielmehr stark von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten abhängen.

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