Wesertreff Barkhausen: Aus Einzelprojekten soll ein Gesamtkonzept entstehen

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Bericht aus dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus, Stadtmarketing und Digitalisierung

Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus, Stadtmarketing und Digitalisierung stand am 09.06.2026 die zukünftige Entwicklung des Wesertreffs in Barkhausen auf der Tagesordnung.

Dabei wurde deutlich, dass die aktuellen Überlegungen weit über einzelne Maßnahmen hinausgehen. Nach Angaben der Verwaltung wurden ursprünglich getrennt entwickelte Projekte zu einem gemeinsamen Förderansatz zusammengeführt. Die zugrunde liegende Projektskizze wurde durch das Touristikzentrum Westliches Weserbergland (TWW) erarbeitet.

Ziel ist es, die verschiedenen Potenziale rund um den Wesertreff künftig stärker miteinander zu verknüpfen. In der Sitzung wurde von einem künftig „abgerundeten Wesertreff“ gesprochen. Statt einzelner, voneinander unabhängiger Maßnahmen soll ein Gesamtkonzept entstehen, das den Standort langfristig stärkt und attraktiver macht.

Tourismus im Weserbergland wächst

Die Überlegungen kommen nicht zufällig zum jetzigen Zeitpunkt. In der gesamten Region gewinnt der Camping- und Wohnmobiltourismus seit Jahren an Bedeutung. Aktuelle Berichte aus Rinteln und Bückeburg zeigen, dass dort die Übernachtungszahlen auf Camping- und Wohnmobilstellplätzen deutlich steigen.

Viele Gäste suchen heute bewusst nach naturnahen Angeboten, kurzen Anreisewegen und attraktiven Standorten entlang von Radwegen und Flüssen. Davon profitieren nicht nur die Betreiber von Stellplätzen, sondern auch Gastronomie, Einzelhandel und Freizeitangebote vor Ort.

Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, auch die Potenziale am Wesertreff näher zu untersuchen. Die besondere Kombination aus Weser, Weserradweg, Kaiser-Wilhelm-Denkmal, Fahrgastschifffahrt und Gastronomie bietet Chancen, die in dieser Form nur wenige Standorte im Weserbergland vorweisen können.

Verschiedene Angebote sollen zusammenwirken

Aus Sicht der Wählergemeinschaft Porta ist besonders bemerkenswert, dass die Verwaltung die Entwicklung des Standortes als langfristige Aufgabe versteht und nicht auf einzelne Maßnahmen beschränkt.

Ziel ist es, die vorhandenen Angebote so weiterzuentwickeln, dass Gäste länger vor Ort bleiben und zusätzliche Impulse für Gastronomie, Einzelhandel und touristische Anbieter entstehen.

Die Maßnahmen sollen deshalb gemeinsam als LEADER-Projekt eingereicht werden.

Fahrgastzahlen weiter im Blick behalten

Im Ausschuss wurde außerdem darauf hingewiesen, dass die Entwicklung der Fahrgastzahlen weiterhin genau beobachtet werden müsse. Die zukünftige Entwicklung des Standortes soll deshalb nicht auf Erwartungen allein beruhen, sondern durch belastbare Erkenntnisse begleitet werden.

Abstimmungen im Ausschuss

Die Beschlüsse wurden getrennt abgestimmt.

Die Maßnahmen rund um den Schiffsanleger wurden einstimmig beschlossen.

Die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für einen Wohnmobilstellplatz wurde mit großer Mehrheit beschlossen. Die einzige Gegenstimme kam von der FDP.

Unser Fazit

Die Wählergemeinschaft Porta hat beide Beschlüsse unterstützt. Wir halten es für richtig, die Entwicklung des Wesertreffs ganzheitlich zu betrachten und die Chancen einer Förderung zu nutzen.

Für uns steht weniger eine einzelne Maßnahme im Vordergrund als die Frage, wie die vorhandenen touristischen, kulturellen und landschaftlichen Stärken unserer Stadt künftig besser genutzt werden können.

Die aktuellen Planungen zeigen, dass hierfür erstmals seit längerer Zeit wieder ein zusammenhängender touristischer Entwicklungsansatz verfolgt wird.

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