Im Ausschuss für Planung, Umwelt- und Klimaschutz wurde erneut über die Planungen rund um das geplante Ärztehaus in Holzhausen informiert. Vorgesehen ist ein neues Gesundheitszentrum mit Arztpraxen, Apotheke und ergänzenden Dienstleistungen. Zusätzlich soll auf dem Areal ein Nahversorger entstehen; auf dessen Dach ist ein Wohngruppenensemble vorgesehen.
Die Wählergemeinschaft Porta begrüßt ausdrücklich, dass die medizinische Versorgung in Holzhausen durch moderne und zeitgemäße Räumlichkeiten gestärkt werden soll. Ein Ärztehaus ist für den Ortsteil und darüber hinaus ein wichtiges Projekt. Gerade mit Blick auf die hausärztliche Versorgung, kurze Wege und eine älter werdende Bevölkerung ist dieser Baustein sinnvoll und notwendig.
Gleichzeitig bleibt für uns klar: Ein solches Vorhaben muss mit Augenmaß entwickelt werden. Dazu gehören eine verträgliche städtebauliche Einbindung, eine nachvollziehbare Verkehrsführung, ausreichende Stellplätze und eine ehrliche Betrachtung der Auswirkungen auf die Nahversorgung vor Ort.
Zusätzlich wurde darauf verwiesen, dass die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes offenbar einen entsprechenden Bedarf im Bereich der Nahversorgung sieht. Das nehmen wir zur Kenntnis. Für uns ersetzt eine solche konzeptionelle Bedarfsermittlung aber nicht die politische Abwägung im konkreten Ortsteil. Entscheidend bleibt, ob ein weiterer Lebensmittelmarkt die Versorgung in Holzhausen tatsächlich stärkt — oder ob lediglich Kaufkraft verlagert und bestehende Nahversorger unter zusätzlichen Druck gesetzt werden. Genau diese Frage muss im weiteren Verfahren offen und nachvollziehbar beantwortet werden.
Im Ausschuss wurde deutlich, dass das Projekt städtebaulich anspruchsvoll ist. Vorgesehen sind Sondergebiete für medizinische Nutzungen und Nahversorgung. Auch die geplante Gebäudehöhe und Geschossigkeit verdienen besondere Aufmerksamkeit. Nach der Vorstellung im Ausschuss ist am Kreisverkehr eine deutlich wahrnehmbare Bebauung vorgesehen. Das Ärztehaus soll dort mit rund 13 Metern Höhe entstehen
Für uns bleibt deshalb entscheidend: Ja zum Ärztehaus — aber nicht im Blindflug. Die weiteren Planungsschritte müssen transparent begleitet werden. Die berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürger, der Anlieger, der bestehenden Betriebe und der zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer müssen sorgfältig abgewogen werden.
Die Wählergemeinschaft Porta wird das Verfahren weiter kritisch-konstruktiv begleiten. Ziel muss eine Lösung sein, die die medizinische Versorgung stärkt, Holzhausen weiterentwickelt und zugleich zum Ort passt.