Kita Holtrup: Mehrheit ermöglicht Trägersuche – CDU und FDP stimmen dagegen

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In der Ratssitzung am 18. Mai 2026 stand die Zukunft der Kindertageseinrichtung in Holtrup auf der Tagesordnung. Konkret ging es um die Durchführung eines Interessenbekundungsverfahrens zur Übernahme der Trägerschaft für eine zweigruppige Kindertageseinrichtung im Ortsteil Holtrup.

Ziel dieses Verfahrens ist es, einen möglichen neuen Träger zu finden und damit den Weiterbetrieb der Kita über den 31. Juli 2027 hinaus grundsätzlich zu ermöglichen.

Die Mehrheit des Rates hat dieses Verfahren auf den Weg gebracht (SPD, Grüne, AfD, Linke und WP). Damit erhält die Kita Holtrup zumindest die Chance, dass eine tragfähige Lösung für den Weiterbetrieb gefunden werden kann.

In der Debatte wurde deutlich, dass die Fraktionen die Situation unterschiedlich bewerten. Die Bürgermeisterin berichtete, dass sie weiterhin im Austausch mit dem Kirchenkreis Vlotho steht. Im nächsten Jugendhilfeausschuss soll dazu weiter berichtet werden.

Die CDU machte deutlich, dass sie den Bedarf für die Kita Holtrup nicht gegeben sieht. Auch die FDP stimmte dem Interessenbekundungsverfahren nicht zu und verwies dabei auf die Beschlussvorlage.

Aus Sicht der Wählergemeinschaft Porta ist klar: Wer den Erhalt der Kita Holtrup ernsthaft ermöglichen will, muss zumindest die Suche nach einem neuen Träger zulassen. In diesem Beschluss ging es noch nicht um eine endgültige Entscheidung über alle finanziellen und organisatorischen Folgen, sondern um die Möglichkeit, überhaupt eine Lösung zu finden.

CDU und FDP haben gegen das Interessenbekundungsverfahren gestimmt. Aus unserer Sicht wird damit zumindest billigend in Kauf genommen, dass die Kita Holtrup ohne weitere Trägersuche geschlossen wird.

Für uns steht zugleich fest: Holtrup darf nicht isoliert betrachtet werden. Die Beschlussvorlage macht deutlich, dass ein Weiterbetrieb der Kita Holtrup auch Folgewirkungen für andere Einrichtungen, Trägerstrukturen und die künftige Bedarfsplanung haben kann. Diese Fragen dürfen aber nicht dazu führen, gar nicht erst nach Lösungen zu suchen. Sie zeigen vielmehr, dass Porta Westfalica endlich einen strukturierten Gesamtprozess für die Kita-Landschaft braucht.

Wie kann ein wohnortnahes Angebot in der Fläche erhalten bleiben? Welche Rolle spielen sinkende Kinderzahlen, Sanierungsbedarfe und die Situation der verschiedenen Träger? Und wie verhindern wir, dass immer erst dann entschieden wird, wenn einzelne Standorte bereits akut gefährdet sind?

Die Wählergemeinschaft Porta hält deshalb weiterhin einen Kita-Gipfel oder ein vergleichbares strukturiertes Verfahren für notwendig. Eltern, Träger, Verwaltung und Politik müssen frühzeitig gemeinsam über die Zukunft der Kita-Landschaft in Porta Westfalica sprechen.

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